Es ist eigentlich ein Skandal, bei dem wir ein wenig Aufklärung für nötig halten und den mündigen Bürgern nicht vorenthalten wollen.

Deswegen: TACHELES – KLARTEXT: Der Ökostrom ist ZU BILLIG! (ach echt? Davon merken wir ja garnix… seltsam, kassiert uns da schon wieder jemand ab?) 😀

Oder: Ihr verbraucht zu wenig Strom! 😀

Die frage ist natürlich (um konstuktiv zu bleiben): Wie kommt man raus aus der “Nummer”: Mögliche Lösung:

Evtl. ist der “vorletzte” Baustein der Energiewende tatsächlich intelligente Stromzähler und Strom/Energiespeicher (in der primitivsten Form: Warmwasser, richtig cool: Power2Gas: Methanisierungsanlage von Audi in Wertle macht es vor wie es geht)

Mehr zu dem Thema: https://www.youtube.com/user/Power2Gas

Das selbst erzeugten Erdgas ist langzeit-Speicherbar, damit könnten Autos/Buse betrieben werden oder im Winter geheizt werden um von Putin und Fracking-in-the-USA unabhängig zu sein – ohne selbst Fracken zu müssen. 🙂

(ich weis selbst dass Methanisierung nicht “effizient” ist mit Energieverlusten von bis zu 50%, aber wenn der Strom eh nichts kostet… und das Erdgas eben schon, warum nicht? Es ist genug Energie da – nur nicht zum richtigen Zeitpunkt – am richtigen Fleck – diese Brücke zu schliessen wäre der Schlüssel zu einer gelungenen Energiewende)

D.h. wenn jeder Haushalt eine Anzeige hätte – was der Strom “am Markt” gerade kostet und der Kunde seinen Warmwasser-Boiler dann anwirft, wenn es am günstigsten für ihn ist (oder sogar automatisiert).

Das wäre doch mal ein Pilot-Projekt 🙂 (ich meine, dass die SWU vor einiger Zeit schon mal dafür geworben hat… nur war die Botschaft evtl. schwer verständlich, man hätte drauf schreiben sollen: Neuer Stromzähler spart ihnen 500€ pro Jahr!einfache “Bildzeitungs-Botschaften” – wo keiner für studiert haben muss.)

zurück zum Thema:

Das innovative, gutbürgerliche, wirtschaftlich durchaus starke Ulm – die schnucklige “medium sized City” of the Schwabenländle – genauer gesagt die Stadt Ulm – SUBVENTIONIERT ihre Stadtwerke (Strom, Wasser, Gas, Fernwärme) jährlich mit Millionen von € (12 MILLIONEN 2012!!!), weil scheinbar Investitionen getätigt wurden, die sich nicht rechnen.

Das ist ja alles Geld was die Stadt Ulm irgendwie von seinen Bürgern/Unternehmen einfordern muss um nicht selbst pleite zu gehen. (um ehrlich zu sein, ich kann die Bilanz der Stadt Ulm – nicht wirklich deuten – aber bis 2012 sieht (noch) alles ganz gut aus 😀 http://buergerinfo.ulm.de/getfile.php?id=37293&type=do für 2013 liegt aktuell noch keine Jahresabschluss vor: http://www.haushaltssteuerung.de/jahresabschluesse-doppik-2013.html)

sigabriel

Es handelt sich genauer gesagt um folgende Projekte:

  1. Windpark in Borkum
    1. http://www.berliner-kurier.de/politik—wirtschaft/der-oekostrom-albtraum–pleiten–pech-und-pannen-beim-offshore-windpark–riffgat-,7169228,26176594.html
    2. Ok… das war wirklich Pech… aber solange die Netze die Windstrom auch in den Süden bringen können, sehe ich das Projekt trotz 100 Millionen € Mehrkosten (einigt euch! :-D) als einen Erfolg – weil keine Energie so Kosteneffizient ist wie die Windenergie – allerdings müssen jetzt auch Speicher her… ähnlich der Methanisierungsanlage von Audi in Wertle.
    3. “Mit einem halben Jahr Verspätung und über 100 Millionen Euro Mehrkosten für die Verbraucher geht demnächst (Artikel ist vom Mittwoch, 12. Februar 2014) vor Borkum der zweite kommerzielle deutsche Offshore-Windpark „Riffgat“ ans Netz.Zum größten Eklat kommt es im Sommer 2013. Startklar stehen die 30 riesigen Siemens-Anlagen und das Umspannwerk 15 Kilometer vor Borkum im Meer.Statt des Startschusses gibt es einen Rohrkrepierer. Weil dort, wo das letzte Stück des Hochspannungskabels verlegt werden soll, 30 Tonnen Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, kann die Anlage nicht ans Netz gehen. 60 Spezialisten müssen monatelang Tag und Nacht die Granaten und andere Munition bergen. „Das war so nicht vorhersehbar“, verteidigt sich Netzbetreiber „Tennet“. Der Bauherr, Energieversorger EWE, sieht das völlig anders. 100 Millionen Euro soll Tennet für nicht bezahlten Strom zahlen. Die Firma weigert sich, letztlich zahlt jetzt der Verbraucher durch höhere Strompreise.Damit nicht genug: Statt Ökostrom erzeugt der Windpark gigantische Abgaswolken über der Nordsee, weil die 30 Anlagen mit Dieselaggregaten gekühlt und bewegt werden müssen.„Riffgat“ wird endgültig zum Symbol für eine vermurkste Energiewende. Bundesweit hagelt es Spott. Und: Der Verlauf der deutsch-niederländischen Grenze im Seegebiet von „Riffgat“ ist plötzlich unklar. Der Windpark steht also auch völkerrechtlich auf ziemlich tönernen Füßen.”
    4. Mein Beileid… es gibt immer Risiken… bei jedem Projekt… wenn jetzt ein Meteor auf meine Solaranlage fällt… dann ist das hoffentlich versichert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tennet noch nie Munition räumen musste und das nicht einkalkuliert war.
  2. Wasserkraftwerk in Mainz-Kostheim
    1. swu baut neues wasserkraftwerk-am-main mainz-kostheim2

      Rhein-Main-Anzeiger Lokales / 01.09.2014 Wasserkraftwerk an der Kostheimer Schleuse. Minister Al Wazi mi Georg Schneider li Foto:hbz/Jörg Henkel No Model Release

      Rhein-Main-Anzeiger Lokales / 01.09.2014 Wasserkraftwerk an der Kostheimer Schleuse. Minister Al Wazi mi Georg Schneider li Foto:hbz/Jörg Henkel No Model Release

    2. Ich muss ehrlich sagen: Meine Verwandtschaft ist im Wasserkraft-Gewerbe und die verdienen so gut (machen/reparieren/bauen aber viel selbst, sind technisch versiert) dass ihre Kinder eigentlich nichts mehr arbeiten müssten. (aber auf jedenfall die bestehenden Megawatt-Wasserkraftanlagen pflegen müssen). Wasserkraft ist IMMER gefragt, weil diese Grundlastfähig (d.h. Tag wie Nacht konstante Leistung) ist. Insofern, wenn man es nicht KOMPLETT FALSCH macht d.h. als Putzfrau ein Wasserkraftwerk zu betreiben ist zwar möglich, aber man sollte sich mit der Technik einigermassen auskennen, um beim täglichen Schmieren der Mechanik (NICHT DER POLITIKER! :-D) KEINE teure Experten zahlen zu müssen. (sinnfrei… weil einfache Wartungsarbeiten kann jeder machen) D.h. ob sich ein Wasserkraftwerk rentiert oder nicht ist eine Frage der Erfahrung mit der Technik und des richtigen Managements. Scheinbar hapert es da bei der SWU? Technisch versierte Experten sollten diese aber zu hauf haben, es gibt an der Uni-Ulm einen Studiengang Elektrotechnik, insofern, kann ich mir nicht vorstellen, dass das das Problem sei.
    3. Bauherren/Betreiber: SWU Energie GmbH (Ulm), eine Tochtergesellschaft der SWU Stadtwerke Ulm/Neu Ulm GmbH, und Halblechkraftwerke Einsiedler GmbH
      & Co. KG (Egelsee bei Memmingen). Die beiden Bauherren haben sich in einer Investoren – und Betreibergesellschaft zusammengeschlossen, der WKW
      Staustufe Kostheim/Main GmbH und Co. KG. Daran halten die SWU 70 Prozent, die Halblechkraftwerke 30 Prozent. Die Halblechkraftwerke haben die schon
      2002 erhaltenen Wasserrechte in die Gesellschaft eingebracht. Quelle: http://www.swu.de/fileadmin/Content/Presse/pm-kostheim_datenblatt.pdf Kopie vom Dokument: Wasserkraftwerk Mainz Kostheim pm-kostheim_datenblatt
    4. “Ein neues Wasserkraftwerk am Main”

      “So geht das in Zeiten der Liberalisierung der Energieversorgung: Nicht heimische Energieversorger, sondern die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm haben am Main ein Wasserkraftwerk gebaut”

      “Strom sei momentan im Verkauf nichts wert, es sei zu viel Braunkohlestrom im Netz, hieß es bei einem Betriebsbesuch von Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir (Grüne) in der von einer Gesellschaft der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm betriebenen Anlage.

      Dafür liefert das Laufwasserkraftwerk seit fünf Jahren so gut wie ohne Unterbrechung regenerativ erzeugte Energie. Verlässlich mit Rotoren, die sich zwischen 66- und 94-mal in der Minute drehen. Viel Lärm herrscht in der gewaltigen Turbinenhalle, die tief in die Erde reicht. Eingespeist wird der Strom ins Netz der Mainzer Stadtwerke. Eine der Fragen des Ministers hieß daher, weshalb damals nicht Eswe oder Mainova als regionale Energieversorger zugegriffen hätten, als es um den Bau des Kraftwerks gegangen sei. 23 Millionen Euro hatte das Projekt gekostet, das mit zwei Turbinen ausgestattet ist, eine Durchschnittsleistung von zwei Megawatt und eine Spitzenleistung von 4,9 Megawatt hat. Wirtschaftlich rechne sich die Investition gerade so, sagte Günther Meyer von der im Bayerischen beheimateten Mitbetreibergesellschaft Halblechkraftwerke Einsiedler.”

    5. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region/mainz-kostheim-ein-neues-wasserkraftwerk-am-main-1865997.html
  3. Gasturbinenkrafwerk in Hamm-Üntrop
    1. https://de.wikipedia.org/wiki/GuD-Kraftwerk_Hamm-Uentrop
    2. GuD Gas Kraftwerk Hamm-Uentrop
    3. Ich denke dazu muss man auf jedenfall sagen, dass hieran die Politik, genauer die Amis und der Seehofer schuld sind. Weil sie lieber die letzte Braunkohle aus Deutschland’s Osten kratzen, die dreckigste Form von Kraftwerk (Stein und Braunkohle) am Laufen halten, als dem Putin sein Gas abzukaufen. Man will Putin-Russland wirtschaftlich schaden, um es zu zerschlagen und den letzten wirklichen Konkurrenten im Öl und Gas-Geschäft günstig übernehmen zu können. Sehr gefährlicher Plan der meiner Meinung nach in den Ukraine-Konflikt von 2014/2015 gemündet hat und ausschlagebend war. (es geht jedenfalls NICHT um Demokratie :-D)
    4. Seehofer: Der Energie-Chaot:

      Energie: Seehofer: Ohne Kohle wird es nicht gehen – Bayern … – Focus

      http://www.focus.de/ regional/ bayern/ energie-seehofer-ohne-kohle-wird-es-nicht-gehen_id_4282826.htmlView by Ixquick ProxyHighlight

      18. Nov. 2014 … „Das wird ohne Kohle nicht gehen – und auch nicht ohne Gaskraft.“ Seehofer fügte hinzu: „Alles andere ist ein Märchen, das uns viele bei den …

    5. Bayern: Seehofer lehnt Kohle– und Atomstrom von außerhalb ab …

      http://www.zeit.de/ politik/ deutschland/ 2014-02/ bayern-seehofer-stromversorgungView by Ixquick ProxyHighlight

      13. Febr. 2014 … Horst Seehofer will die bayrische Stromversorgung auf eigene Füße stellen. Künftig sollen Kohle– oder Atomstrom nur aus eigenen Kraftwerken …

    6. Horst Seehofer sagt Nein zu Kohle– und Atomstrom – Die Welt

      http://www.welt.de/ regionales/ muenchen/ article124821493/ Horst-Seehofer-sagt-Nein-zu-Kohle-und-Atomstrom.htmlView by Ixquick ProxyHighlight

      13. Febr. 2014 … Ministerpräsident Horst Seehofer pocht darauf, dass Bayern nach der Abschaltung der Atomkraftwerke auch ohne Kohle– und …

    7. Seehofer rudert zurück: Ohne Kohlestrom geht es doch nicht

      http://www.augsburger-allgemeine.de/ bayern/ Seehofer-rudert-zurueck-Ohne-Kohlestrom-geht-es-doch-nicht-id32054167 .htmlView by Ixquick ProxyHighlight

      18. Nov. 2014 … Eine Zukunft ohne Atomstrom und Kohlestrom in Bayern verkündete Horst Seehofer noch im Frühjahr. Nun räumt er ein, dass Kohle zur …

  4. Holzgasanlage in Senden
    1. Es mag zwar “Schlaumeirerei” sein, aber ich habe gesehen wie Bauern GANZE BAUMSTÄMME DURCH EINEN HÄCKSLER JAGEN (unter Verbrauch von UNMENGEN AN DIESEL) nur damit das ganze irgendwo verfeuert wird. Ganz ehrlich: Finde das pervers.
    2. holzgaskrafwerk senden
    3. http://www.swu.de/unternehmen/energieerzeugung/holzgas-heizkraftwerk.html
  5. usw.

Noch mal mein ganz herliches Beileid zu diesem Misstand… ich hoffe man bekommt ihn noch in absehbarer Zeit in den Griff 😉 (wäre ja genial, wenn das Gaskraftwerk das selbst durch Windgas erzeugte Gas verstromt… wenn der Wind mal nicht gefragt ist 😉

Links zum Thema:

Millionenverlust – Gründe des SWU-Tiefs

Was sind die Ursachen des Tiefs, in dem die Stadtwerke stecken? SWU-Chef Matthias Berz stand am Donnerstagabend im Aufsichtsrat Rede und Antwort, erläuterte den 15-Millionen-Euro-Verlust von 2012.

“Beklagt wurde, dass der Wirtschaftsplan keine verlässliche Größe mehr sei und Prognosen und Zahlen nach kurzer Zeit keine Gültigkeit mehr hätten.”

http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Millionenverlust-Gruende-des-SWU-Tiefs;art4329,1968732

Viel versprochen – wenig gehalten. Das alte Spiel – Wissen ist macht – und Vertrauen in falsche Berater?

SWU-Chef Matthias Berz gerät immer stärker unter Druck

Auch wenn die Vertrauensfrage nicht gestellt worden ist im Aufsichtsrat: Stadtwerke-Chef Matthias Berz gerät immer stärker unter Druck.

“Diese Frage hat niemand gestellt. Das war kein Thema.“ Diese Worte entgegnete der Ulmer OB und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stadtwerke (SWU), Ivo Gönner, gestern auf unsere Frage, ob der Stuhl des SWU-Chefs Matthias Berz wackelt.”

Quelle: http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/SWU-Chef-Matthias-Berz-geraet-immer-staerker-unter-Druck;art1158544,2813483

ps: In Ulm wird noch gefühlt zu 90% Warmwasser mit Strom erzeugt, was eigentlich Verschwendung ist, die Sonne kann den Job “direkt” machen (Solarthermie), dafür wäre auch mal ein staatliches/Städtisches? Förderprogramm und AUFKLÄRUNGSPROGRAMM !!!! (wir lernen viel in der Schule… aber leider wenig praktisch brauchbares) gut… aber man will ja nicht zu viel Dezentralisierung vermutlich 😉

“Wir haben verlernt langfristig zu rechnen” – Zitat eines engagierten Ulmer Bürgers

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